Pressemitteilung vom 04.02.2010

Wer die Solarenergie beschneidet, beschneidet unsere Zukunft!

Sovello protestiert im Solar Valley gegen überzogene Förderkürzung

Thalheim, 04. Februar 2010. Mit einer symbolischen Werksschließung vor den Toren des Solar Valley beteiligten sich rund 600 Beschäftigte der Firmen Sovello, Q-Cells, Solibro, Calyxo und CSG Solar heute an der bundesweiten Protestaktion gegen den drohenden Kahlschlag bei der Solarförderung.

„Die überzogenen und außerplanmäßigen Kürzungspläne des Bundesumweltministeriums bedrohen massiv die wirtschaftliche Existenz der deutschen Solarbranche. Ein Großteil der in diese Branche geflossenen Subventionen würde ad absurdum geführt", sagte Sovello-Unternehmenssprecher Konrad Sell.

Unter dem Motto „Wer die Solarenergie beschneidet, beschneidet unsere Zukunft" protestierten die Beschäftigten gegen die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), die Einspeisevergütung für Solarstrom zusätzlich zu der turnusgemäßen Reduzierung zu Jahresbeginn im April 2010 noch einmal deutlich abzusenken. 

Der Vorstandvorsitzende der Sovello AG, Dr. Ted Scheidegger, warnte: „Der Solarstandort Deutschland wird seine gute Ausgangsposition in der Entwicklung einer Zukunftstechnologie verspielen, denn die Absenkung begünstigt vor allem asiatische Hersteller. Sie können das zu erwartende Preisniveau aufgrund günstigerer (oft staatlicher) Kredite, vorteilhafter Wechselkurse und niedrigerer Umwelt- und Sozialstandards noch halbwegs profitabel darstellen.“

Die Mitarbeiter der Sovello AG appellierten an die Bundesregierung, sich für den Erhalt der Solarwirtschaft Made in Germany einzusetzen und ihre Pläne dringend zu überarbeiten. Unterstützt wurden sie dabei von MdB Ulrich Petzold (CDU), der sein Verständnis für die Mitarbeiter am Standort zum Ausdruck brachte: „Ich habe erlebt, was mit dieser Region 1990 passiert ist und ich will es nicht noch einmal erleben. Der 01. April ist als Termin für die Kürzung schon vom Tisch; derzeit wird beraten, wann die Änderung des EEG in Kraft treten kann.“

Bundesweit beteiligten sich mehr als 35 Solarunternehmen. Insgesamt waren damit 20.000 Beschäftigte aus Industrie, Mittelstand und Handwerk vertreten, um dem Protestaufruf des Bundesverbandes Solarwirtschaft unter dem Motto „Wer die Solarenergie beschneidet, beschneidet unsere Zukunft" Stimme zu verleihen.

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